Neues Jahr? Jetzt aber wirklich die Ziele erreichen!!!

Schon sind die ersten Wochen des Jahres rum. Alle Vorsätze noch im Lot? Oder taucht dieses kleine nagende Gefühl auf, na wie es wohl dieses Jahr mit der Planung und den vielen Projekten läuft? Bevor Sie also in Mailbergen und Todo-Listen versinken und verzweifelt den Kopf hängen lassen oder gar in die Tischkante beißen wollen – hier ein paar Tipps.

Wie überzeugend und fesselnd Ideen und Ziele auch sind, ohne gute Planung verlaufen sie oft im Sande. Um die Magie des Augenblicks nicht zu verlieren, hilft es, immer mal wieder Abstand zu nehmen und sich zu fragen ob das was wir tun, mit unseren Zielen übereinstimmt. Wir erreichen sonst nicht das, was wir erreichen könnten und schöpfen unser Potenzial nicht aus.

Wenn wir uns und unser Business motivierend planen, behalten wir unsere Ziele besser im Auge – und erreichen sie auch!

Den Plan für’s Jahr machen. So geht’s:

Zunächst hilft ein kurzer Blick zurück: Was lief im letzten Jahr gut? Was lief nicht so gut? Wovon will ich mehr machen, wovon weniger? Dabei ist ein einfacher „STOP – START – MEHR DAVON“-Überblick sehr nützlich:

STOP: Was kommt in die persönliche (Verhaltens)-Mülltonne? Entscheiden Sie, was Sie nicht mehr machen werden. Natürlich müssen manche Dinge ja trotzdem gemacht werden – gibt es jemanden, an den Sie es abgeben können?

START: Was schwirrt schon länger im Kopf herum? Welches Neue, welche Idee ist nun ausgereift genug, dass sie unbedingt umgesetzt werden muss? Aus der Start-Liste zwei, drei Dinge auswählen, in die Sie Ihre Energie stecken werden.

MEHR DAVON: Was darf/soll unbedingt im Betriebssystem bleiben? Was läuft schon ganz gut und soll nun ausgebaut werden?

Die „Stopp-Start-Mehr Davon“-Notizen helfen beim klarer werden über einen Fahrplan.

Nun geht es mit der konkreten Planung weiter.
Und Planung muss gar nicht öde sein! Warum nicht einfach schon Silvester planen! Wie sieht die Party aus, worauf wird angestoßen, welches erreichte Ziel löst den größten Stolz aus? Das Herausfinden geht sehr einfach, etwa nach der alten Sesam-Straße-Methode (Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt bleibt dumm) mit ein paar W-Fragen. Und da einem niemand bei diesen Fragen zuschaut kann man auch ruhig ganz ehrlich sein.

  • Welche Ziele sind für mich WIRKLICH attraktiv?
  • Worauf will ich mich fokussieren?
  • Was wird im Laufe des kommenden Jahres passieren, worauf ich richtig stolz bin?
  • Mit welchen Menschen will ich zusammen arbeiten?
  • Weshalb möchte ich diese Ziele erreichen? Was bedeuten sie mir persönlich?

In meiner Zeit am Hamburger Kampnagel Theater erlebte ich eindrücklich immer wieder die alte Weisheit, dass der Künstler nicht nur vom Brot allein lebt. Bezahlung war für die dort Schaffenden nie DAS Thema. Es ging am Ende des Tages auch immer um etwas anderes: Wo ist der Spaß, wo das Spielerische, das, dass mich jeden Tag so richtig gut fühlen lässt? Auch in meinen Stationen bei Daimler oder Axel Springer verhielten sich die Kollegen nicht viel anders, auch wenn es vielleicht nicht so offen zugegeben wurde. Klar, KPIs sind wichtig, Umsätze und Gewinne sowieso, gesprochen wird im Nachhinein aber meist über das „Andere“.
Also: Was ist das „Andere“ für Sie?

Zum Abschluss wird es noch konkreter. Es muss ein Zeitplan her!

  • Gleich jetzt einen Jahresplan machen. Was haben Sie bis wann erreicht?
  • Vermeiden Sie den Autopiloten! Also nicht: Plan gemacht, super und dann einfach weiter rackern. In regelmäßigen Abständen die Ziele checken. Stimmt’s noch?
  • Jeden Montag  das Wichtigste für die nächsten 5 Tage festlegen
  • Und ja, das kann man sogar jeden Tag machen.

Wichtig ist, bei jedem dieser Einzelschritte das große Ganze im Blick zu behalten, also zu schauen, ob die einzelnen Dinge, die wir tun, mit dem Gesamtziel übereinstimmen. Klingt ziemlich einfach. Ist es auch. Es braucht nur ein bisschen Disziplin, sich die Zeit (in 3 bis 5 Stunden kann man erstaunlich viel schaffen!) für die Zeit- und Prioritätenplanung zu nehmen.

ABER… klingt das nicht irgendwie einengend? Ist es nicht inspirierender, kreativ zu arbeiten und mal zu gucken was so kommt? Kreativität und Planung sind aber gar keine Gegensätze! Kreativität kann sich oft sogar sehr gut innerhalb eines gewissen Rahmens entfalten. (Zeit-)Pläne zu machen scheint nur auf den ersten Blick mühsam, aber das mentale „sich Reinbohren“ in Themenkomplexe ist oft der Beginn der Inspiration. Deswegen: immer mal wieder Zeit einplanen, um sich zu (re-)fokussieren.

Mit der Beantwortung der Fragen und beim Pläneschmieden wird deutlich, was wirklich wichtig ist und was nicht. Im täglichen Allerlei ist so sehr viel schneller erkennbar, wann wir vom Weg zu unserer großartigen Silvester-Party abweichen. In diesem Sinne – auf eine tolle Party!