Exklusive Einblick für Gäste der International Coach Federation

Die Führungs- und Lernwerkstatt des Motorradwerkes Berlin der BMW AG öffnete am 18. Juni 2014 zum ersten Mal für externe Gäste ihre Türen und bot Gästen der International Coach Federation ICF einen exklusiven Einblick in die Führungs- und Teamentwicklung. Die Werkstatt wurde im November 2013 mit dem Berliner Coaching-Preis der International Coach Federation ausgezeichnet.

Auf 400 Quadratmetern hat BMW einen Ort für persönliche Veränderungen und Entwicklung im Team geschaffen. Jeder Raum ist eine Station im Coachingprozess: So erforschen Teams in einem Raum ihre eigenen Stärken, in einem anderen liegt der Schwerpunkt  auf den Wertevorstellungen. Damit entsteht ein gemeinsames Bild von der Zukunft. „Ziel ist es, die roten Fäden aus den Seminaren, Trainings und sonstigen Veranstaltungen besser miteinander zu verweben und so eine Verbindung zwischen Vergangenem, aktuellen Anforderungen und zukünftigen Herausforderungen zu schaffen.“, fasst Susanne Kempe, verantwortlich für die Change Management Beratung im BMW Werk Berlin, zusammen.

Impuls-Workshops

Neben der Führung durch die Räume der BMW Führungs- und Lernwerkstatt boten Referenten des ICF Berlin Impulsworkshops und Diskussionen in kleinen Gruppen, um die Schwerpunkte der einzelnen Räume gemeinsam zu vertiefen.

„Ohne Herkunft keine Zukunft“ lautete beispielsweise das Motto in einem Raum zu den Themen Herkunft – Werte – Führung. Annelie Michael und Kerstin von Appen moderierten den Gedankenaustausch in dieser Station rund um Führungsvorbilder und Werteorientierung in Unternehmen. Welche Wege eröffnen sich für die Arbeit in Einzel- und Teamcoachings? Welche persönlichen Führungsvorbilder haben die Teilnehmer und welche spezifischen Qualitäten repräsentieren sie? Anschließend wurde erforscht, wie Ausprägung und Qualität  von verschiedenen Werten im Führungsalltag für den einzelnen sichtbar werden.

Martin Jessen moderierte einen Gedankenaustausch zum Thema Stärken und deren Auswirkungen auf Führungsstile. Nach einer Selbstreflexion über die eigenen Stärken haben sich die Anwesenden darüber unterhalten, welche Stärken eine Führungskraft auf jeden Fall mitbringen sollte. Da es dazu keine einfache Antwort gab, entstand eine anregende Diskussion. Abschließend ging es um die kontroverse Frage, ob die Förderung des Stärkeneinsatzes oder doch die Verbesserung der Defizite häufiger gefordert wird.

„Mehr Schub für Ziele“ hieß der Impulsworkshop, der von Inke Schulze-Seeger moderiert wurde. Er verdeutlichte, dass Ziele nur nachhaltig erreicht werden können, wenn überprüft wird, ob sie den eigenen Träumen und Wünschen zugrundeliegen. Oft werden sogar Pläne ohne diese Überprüfung gemacht oder ohne ein Ziel überhaupt definiert zu haben. Inke Schulze-Seeger zeigte außerdem 20 Schritte auf, die dabei helfen, Ziele nachhaltig umzusetzen.
„Gesunde Führung und Selbstführung“  war der Titel einer weiteren Station.

Birgit Oehmke und Michael Kaune erläuterten in kleinen Übungen und Demonstrationen, wie wir uns selbst durch stressverschärfenden Gedanken unter Druck setzen und wie wir dagegen steuern können: Beispielsweise kann es helfen, den fünf Haupt-Streesoren (sei stark / sei perfekt / sei beliebt / sei vorsichtig / ich kann nicht) mit einer kleinen STOP- Übung aus dem Achtsamkeitstraining MBSR nach Jon Kabat-Zinn zu begegnen: Dabei steht S für „Stop“ , T für „Take a breath“(tief einatmen), O für „observe“ (beobachten) und  P für „ proceed“ (weitermachen). Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Tipp zum Glücklich sein: Beenden Sie den Tag, indem Sie vor dem Einschlafen den Satz vervollständigen: Heute war ein guter Tag, weil…
Eine Übung, die besonders nach einem so bereichernden Abend, sehr leicht fiel.

Die ICF Berlin bedankt sich sehr herzlich beim  Motorradwerk Berlin der BMW AG für die Gastfreundschaft und den spannenden Einblick in das Führungstraining.