Berliner Coachingpreis für die Daimler AG und LAFIM.
Die Verleihung des Berliner Coachingpreises im Logenhaus war der Höhepunkt der Coachingwoche 2011. Großer Besucherandrang bei den Fachveranstaltungen mit internationalen Experten.

Unter dem Motto „Qualität und Best Practice im Coaching weltweit“ hat das Berliner Chapter der International Coach Federation ICF vom 1. bis 4.11.2011 eine Coaching-Woche mit Angeboten für unterschiedlichste Zielgruppen ausgerichtet. Höhepunkt war die Verleihung des ersten Berliner Coachingpreises im Logenhaus an zwei Unternehmen aus der Region, die Coaching vorbildlich als Instrument ihrer Personalentwicklung einsetzen: der Landesausschuss für Innere Mission, LAFIM, und die Mercedes-Benz Autohausberatung der Daimler AG.

Das Coaching-Konzept „Vom Experten zum Berater zum Coach“ der Daimler AG hat die Jury der International Coach Federation auf allen Ebenen überzeugt. Führungskräfte und Mitarbeiter haben hier gemeinsam einen innovativen und nachhaltigen Weg der Personalentwicklung beschritten, um das Konzernziel „Nummer 1 in der Kundenzufriedenheit in der Automobilbranche innerhalb von nur 3 Jahren“ zu erreichen. Der Leiter der Serviceberatung, Christoph Fincken, erhielt die Trophäe von ICF Laudatorin Kerstin Sarah von Appen.

In der Kategorie „Mittelständische Unternehmen“ wurde die diakonische Einrichtung LAFIM ausgezeichnet. Die LAFIM betreibt im Land Brandenburg flächendeckend Betreuungseinrichtungen für Senioren, Jugendliche sowie Menschen mit Behinderung betreibt. Das Unternehmen hat einen eigenen Fachbereich gegründet, um die Coachingkultur auf allen Ebenen zu etablieren. „Bei uns können sich nicht nur die Führungskräfte, sondern alle Mitarbeiter im Coaching Unterstützung für ihren schwierigen Arbeitsalltag holen“, betonte Andreas Mende, Fachbereichsleiter Forschung, Organisation & Entwicklung bei der Preisverleihung.

Neben dem Coachingpreis feierten die Gäste im Logenhaus auch das 10jährige Bestehen der ICF in Deutschland. Der 1. Vorsitzende Bernhard Zimmermann erinnerte in seiner Rede daran, dass die Profession des Coaching in Deutschland noch ein relatives junges Gewerbe ist und es darum umso wichtiger ist, für Orientierung auf dem unübersichtlichen Coaching-Markt zu sorgen. Als größter Verband für professionelle Coaches mit über 18.000 Mitgliedern weltweit stellt die ICF höchste Qualitätsanforderungen an ihre Mitglieder und hat einheitliche Standards für die Branche geschaffen.

Um die Themen Professionalisierung und Qualitätssicherung ging es auch bei den anderen beiden Fachveranstaltungen der Coachingwoche. Bei der Podiumsdiskussion „Coaching – Wahn oder Erfolgstrend?“ im voll besetzten BASE_camp unter den Linden war sich die Expertenrunde um den Buchautor Dr. Erik Lindner und den Marburger Professor Michael Stephan darüber einig, dass der Coachingmarkt weiter wachsen wird – sowohl was die Anzahl der Coaches angeht als auch die Bereitschaft auf Kundenseite, Coaching einzusetzen. Doch von den geschätzten 40.000 Coaches in Deutschland schaffen es nur die wenigsten, sich dauerhaft zu etablieren. Wie Kerstin Prause, Personalerin bei Coca-Cola bestätigte, sind für die Entscheider in den Unternehmen vor allem die Persönlichkeit, Integrität und Felderfahrung wichtige Kriterien bei der Auswahl geeigneter Kandidaten. Ursula Wagner, Geschäftsführerin des Coaching Center Berlin betonte, dass die Standards der ICF für Ausbildungsinstitute dem Wildwuchs im Gewerbe wirksam entgegenwirken können.

Doch auch für Firmen und Privatpersonen sind die Qualitätsstandards der ICF ein Gradmesser bei der Beurteilung von Coaches. So wurde am zweiten Abend die Frage gestellt, was ist professionelles Coaching auf mastervollem Niveau? Monika Müller, die als Master Certified Coach und Assessor Zertifizierungen für die ICF abnimmt, gab dazu nicht nur theoretische Antworten, sondern ließ die Besucher bei einem Demo-Coaching Zeuge der praktischen Auswirkungen beim Klienten werden. Im Anschluss hatte jeder die Möglichkeit, bei einem Speed-Coaching mit Berliner ICF-Coaches eigene Erfahrungen zu sammeln.

Die erste Coachingwoche des ICF Berlin ging mit einem Besucherrekord zu Ende: fast 250 Fachleute und interessierte Laien nutzten die Möglichkeit, sich bei den unterschiedlichen Veranstaltungen zum Thema Professionalität und Qualität im Coaching Informationen aus erster Hand zu holen.