Im Sommer habe ich in der kalifornischen Sonne jede Menge Bücher verschlungen. Easy Sommerliteratur und auch nicht ganz so easy Fachbücher. Das ist für mich Entspannung, Inspiration und Eintauchen in neue und andere Sichtweisen. Diesen Sommer haben mich gleich mehrere Bücher in den verschiedenen Bookstores angesprungen. Wenn Ihr mal nach Los Angeles kommt: auf jeden Fall einen Besuch wert ist The Last Bookstore Zurück in Berlin möchte ich Euch drei der Bücher hier vorstellen.

Brian Grazer: „A Curious Mind“

In seinem Buch „A Curious Mind“ gibt der bekannte amerikanische Filmproduzent Brian Grazer (u.a. „A beautiful Mind“, „Apollo 13“, „Flightplan“) einen Einblick in seinen ungewöhnlichen Werdegang. Was ihm dabei geholfen hat: Neugier!
Mit lustigen und irgendwie typisch kalifornisch anmutenden Anekdoten lässt er den Leser teilhaben an seinen Begegnungen, an seinen „Curiosity Talks“. So hat er es zum Beispiel als 23-jähriger mit viel Hartnäckigkeit geschafft, einen (wenn auch kurzen) Termin mit Lew Wasssermann, dem legendären Chef Hollywoods einflussreichster Schauspieler-Agentur MCA, zu bekommen. Ebenso beeindruckend und berührend erzählt er von seinen Begegnungen mit Veronica de Negri, die in Chile monatelange Folter ertragen hat und mit vielen weiteren Persönlichkeiten, die ihm neue Blickwinkel ermöglichen, die er dann in seine Filme einfließen lassen kann.

In aller Kürze: Macht neugierig. Treibt an. Gibt Hollywood-Einblicke.
Mehr Infos: A Curious Mind. Huffington Post.

Christian Madsbjerg. „Sensemaking. The Power of Humanities in the Age of the Algorithm“

Big Data, Tech, Algorithmen! Was ist mit menschlicher Intelligenz, Intuition, Erfahrung? Findet derzeit eine zu starke Fixierung auf alles Messbare statt? Haben wir aufgehört zu denken?
In seinem Buch „Sensemaking“ fragt Autor und Consultant Christian Madsbjerg was eigentlich dran ist an der derzeitigen Lust, sich allem was „Tech“ ist unterzuordnen und alles mit Daten und Fakten zu erklären. Denn Unternehmen verlieren so den wahren Kontakt mit ihren Kunden, mit den Menschen. Er rüttelt am sich gegenseitig bestätigenden „corporate groupthink“ und ruft zu mehr Kreativität und Self-Leadership auf.

In aller Kürze: Philosophisch. Ein Plädoyer für Vielseitigkeit. Aufwachen aus dem Herdentrieb.
Mehr Infos: Sensemaking. Harvard Business Review.

Carrie Green: „She means Business“

Ein „Wie-ich-es-geschafft-habe-Buch“ von der Unternehmerin Carrie Green. Schon während ihres Jura-Studiums hat sie ihr erstes Unternehmen gegründet, war aber nicht so richtig happy damit. Sie brannte eher dafür, Frauen miteinander zu vernetzen, Frauen, die erfolgreich ein Business aufgebaut haben oder gerade dabei sind.
Energiegeladen und optimistisch erzählt sie von ihrem eigenen Werdegang, von Hindernissen und Zweifeln, von Richtungswechseln, vom Beinahe-Aufgeben-Wollen und davon, wie sie es dann wirklich geschafft hat. Sie bezieht die Leser immer ganz unmittelbar mit ein, hakt nach und ermutigt.

In aller Kürze: energiegeladen, optimistisch, unterstützend. Wie eine gute Freundin.
Mehr Infos: She means Business. goodreads.